Sicherheit - Verfahren für die starke Verschlüsselung
Die Produkte von PentaWare unterstützen 7 verschiedene
Algorithmen für die starke Verschlüsselung und bieten zwei verschiedene
Verschlüsselungsmethoden.
Methode 1
basiert auf der Verschlüsselung ganzer Dateien über die Verwendung eines der
unterstützten Verschlüsselungsalgorithmen, die unten in der ersten Tabelle aufgeführt
sind.
Methode 2
bietet Verschlüsselungsverfahren, die entweder mit WinZip, Version 9.0, oder mit
PKZip,Version 8.0, kompatibel sind.
Standardmäßig ist für die Erstellung komprimierter Archive die Option Keine
Verschlüsselung voreingestellt.
Wenn Verschlüsselung ausgewählt wird (Option "Verschlüsselung anwenden" im
PentaZip-Komprimierungsfenster aktivieren), dann wird vor der Komprimierung der
ausgewählten Dateien der Verschlüsselungsdialog geöffnet, in dem Sie das zu verwendende
Verschlüsselungsverfahren auswählen können. Bei erstmaliger Verwendung ist automatisch
die einfache ZIP-Passwortverschlüsselung (Leichte Verschlüsselung) als zu verwendendes
Verfahren voreingestellt. Um ein Archiv mit einem der unterstützten starken
Verschlüsselungsverfahren zu verschlüsseln, müssen Sie das Listenfeld öffnen und das
gewünschte Verfahren aus den verfügbaren Optionen auswählen.
Methode 1 - Unterstützte
Verschlüsselungsalgorithmen (nach dieser Methode verschlüsselte Dateien sind an
ihrer doppelten Dateinamenerweiterung zu erkennen: ein mit PGP verschlüsseltes ZIP-Archiv
z. B. hat als Dateierweiterung .ZIP.PGP)
Methode 2 - Unterstützte
Verschlüsselungsalgorithmen - WinZip- und PKZip-Verschlüsselung
Programm
Unterstützte Verschlüsselungsalgorithmen
PentaZip und PentaSuite
WinZip-kompatible Verschlüsselungsalgorithmen
WinZip AES_1 128 Bit
WinZip AES_1 192 Bit
WinZip AES_1 256 Bit
WinZip AES_2 128 Bit
WinZip AES_2 192 Bit
WinZip AES_2 256 Bit
WZ_AES_1 [128]
WZ_AES_1 [192]
WZ_AES_1 [256]
WZ_AES_2 [128]
WZ_AES_2 [192]
WZ_AES_2 [256]
PKZip-kompatible Verschlüsselungsalgorithmen
PKZip DES
PKZip 3DES 112 Bit
PKZip 3DES 168 Bit
PKZip AES 128 Bit
PKZip AES 192 Bit
PKZip AES 256 Bit
PKZip RC2 Version vor 5.2
PKZip RC2 Version nach 5.2
PKZip RC4
PK_DES
PK_3DES [112]
PK_3DES [168]
PK_AES [128]
PK_AES [192]
PK_AES [256]
PK_RC2_LT52
PK_RC2_GTE52
PK_RC4
PGP
PGP steht für "Pretty Good
Privacy", und bedeutet, frei übersetzt, soviel wie "Ziemlich gute
Privatsphäre". Es handelt sich um ein Verschlüsselungsverfahren, mit dem man Daten
sicher ver- und entschlüsseln kann. Das Programm wurde ursprünglich von dem
amerikanischen Programmierer Phil Zimmermann, dem heutigen Präsidenten des vor kurzem
gegründeten Unternehmens PGP Inc., geschrieben und 1991 veröffentlicht. Im Laufe der
Jahre wurden mehrere von Zimmermann und anderen Programmierern überarbeitete und
verbesserte Folgeversionen des PGP-Programms freigegeben.
PGP
ist ein asymmetrisches Verschlüsselungsverfahren (public-key-Verschlüsselungsverfahren),
da es mit mehr als einem Schlüssel arbeitet. Das Programm verwendet einen öffentlichen
Schlüssel (public key) für die Verschlüsselung von Dateien (E-Mail-Nachricht oder Text)
und einen privaten, geheimen Schlüssel (private, secret key) für die Entschlüsselung
von Dateien.
PGP verwendet das RSA-public-key-Verschlüsselungssystem. Dieses asymmetrische
Verschlüsselungsverfahren wurde 1977 von Ronald Rivest von MIT, Adi Shamir von dem
Weizmann-Institut in Israel und Leonard Adelman von USC erfunden und nach den Initialen
der Nachnamen der Erfinder benannt. In Kombination mit RSA setzt PGP auch den
symmetrischen Verschlüsselungsalgorithmus IDEA ein.
AES
Das amerikanische National Institute for Standards and
Technology (NIST) hat in einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren nach einem neuen
Verschlüsselungsstandard, dem Advanced Encryption Standard (AES) gesucht, um den DES
(Data Encryption Standard) abzulösen. Von insgesamt 15 Bewerbern erreichten fünf die
Endrunde zur Auswahl des AES: Rajindal (ausgesprochen wie engl. "Rain Doll"),
Mars, Serpent, Twofish und RC 6. Am 2. Oktober 2000 wurde die symmetrische
Blockchiffrierung Rijndael zum Sieger der Ausschreibung erklärt und trägt seitdem den
Namen AES.
AES ist ein Verfahren zur
Blockverschlüsselung, das von Joan Daemen und Vincent Rijmen entwickelt wurde. Der Name
Rijndael ist eine Zusammensetzung aus den ersten beiden Teilen der Nachnamen der Autoren
(RIJ + DAE). Der Algorithmus arbeitet mit variablen Blockgrößen (128, 192 oder 256 Bit)
und variablen Schlüssellängen (128, 192 oder 256 Bit). Rijndael bietet ein sehr hohes
Maß an Sicherheit. Das Verfahren wurde eingehenden kryptoanalytischen Prüfungen
unterzogen und bisher (Stand: November 2002) sind keine Schwächen bekannt geworden.
DES
Bei DES (Data Encryption Standard) handelt es sich um ein
symmetrisches Verschlüsselungsverfahren, das in den Jahren 1973-74 von IBM entwickelt und
1977 zum US-amerikanischen Verschlüsselungsstandard erklärt wurde. Im Oktober 2000
wurde DES von AES als standardisierter Verschlüsselungsalgorithmus abgelöst. Der
DES-Algorithmus ist ein Blockalgorithmus, der mit 64-Bit-Datenblöcken und einem
64-Bit-Schlüssel arbeitet, wobei dem Benutzer von diesen 64 Bits effektiv nur 56 Bits zur
Verfügung stehen, da 8 Bits (jeweils 1 Bit aus jedem Byte) zur Paritätsprüfung
benötigt werden.
Triple DES
Triple DES, oder verkürzt 3DES, ist eine
Weiterentwicklung des DES. Bei diesem Verfahren wird ein Schlüssel mit einer Länge von
192 Bit (24 Zeichen) zunächst in drei 64-Bit-Schlüssel (effektive Schlüssellänge
jeweils 56 Bit; s. DES) zerlegt. Dann wird DES verwendet, um eine Datei mit dem
ersten Schlüssel zu verschlüsseln. Im Anschluss daran wird die Datei unter Verwendung
des zweiten Schlüssels entschlüsselt und dann in einem letzten Schritt mit dem dritten
Schlüssel wieder verschlüsselt. Zu beachten ist, das Triple DES, falls alle drei
64-Bit-Schlüssel gleich sind, mit dem regulären DES identisch ist. Bei korrekter
Verwendung bietet dieses Verfahren jedoch ein wesentlich höheres Maß an Sicherheit als
der einfache DES.
Blowfish
Blowfish ist eine symmetrische Blockchiffrierung, die als
Drop-in-Ersatz für DES oder IDEA verwendet werden kann. Das Verfahren wurde 1993 von
Bruce Schneier entwickelt. Blowfish arbeitet mit 64-Bit-Datenblöcken und unterstützt
variable Schlüssellängen von 32 bis 448 Bit. Das Verfahren wird sehr häufig verwendet,
insbesondere für Anwendungen, in denen der Schlüssel selten geändert werden muss ( z.
B. für das Verschlüsseln von Dateien), und ist als sicherer Algorithmus für die starke
Verschlüsselung anerkannt. Blowfish ist schneller als DES und DEA.
Serpent
Serpent ist ein Blockverschlüsselungsverfahren. Es wurde
von Ross Anderson, Eli Biham und Lars Knudsen als AES-Kandidat entworfen.
Serpent gehörte zu den fünf Finalisten bei der Bewerbung
um den AES, bei der Rijndael als zu standardisierendes Verschlüsselungsverfahren
ausgewählt wurde. Serpent ist schneller als DES und verwendet einen einfacheren und auch
sichereren Algorithmus.
Bisher sind keine Angriffe bekannt, die diesen Algorithmus
brechen konnten.
MARS
MARS ist ein Verfahren zur Blockchiffrierung, das von IBM
als AES-Kandidat entwickelt wurde. MARS arbeitet mit 128-Bit-Datenblöcken und
unterstützt variable Schlüssellängen.
Es
gehörte zu den fünf Finalisten bei der Bewerbung um den AES. Die Einzigartigkeit von
MARS besteht darin, dass es virtuell jedes kryptografische Entwicklungsverfahren in einem
Paket kombinieren kann. Es verwendet zwei, voneinander völlig unabhängige Algorithmen,
so dass selbst dann, wenn ein Teil von MARS "geknackt" wird, der andere
Teil der Chiffrierung sicher bleibt und die Daten weiterhin geschützt sind.
Auf Grund dieser Technik bietet MARS ein höheres Maß an
Sicherheit als Triple DES und ist wesentlich schneller als der einfache DES.
Twofish
Twofish ist eine Blockchiffrierung, die von der Firma Counterpane Internet Secrurity,
Inc. als Kandidat für den AES (s. AES) entwickelt wurde, und als einer der fünf
Finalisten die Endrunde in dem Auswahlverfahren erreichte. Twofish unterstützt
Schlüssellängen von 128, 192 oder 256 Bit. Der Klartext wird in 128-Bit-Blöcke
unterteilt und durchläuft 16 Runden des Algorithmus. Das Verfahren bietet hohe
kryptografische Sicherheit und effiziente Implementierbarkeit. Es ist gut geeignet für
die Verwendung auf großen Mikroprozessoren und auch auf 8-Bit-Smartcards und der
spezifischen Hardware effizient einsetzbar. Counterpane hat Twofish einer intensiven
Kryptoanalyse unterzogen (mehr als eintausend Teststunden) und keinen Angriff gefunden,
der die volle 16-Runden-Version des Algorithmus brechen kann.